#ichbinwiederunterwegs


 Sardinien 
 #ichbinwiederunterwegs 



Nach all den Monaten wieder unterwegs zu sein ist aufregend und begeisternd zugleich. Achtsam und mit Bedacht begebe ich mich auf den Flug nach Sardinien. 

 
War ich aufgeregt! Wirklich, es war als würde ich zum ersten Mal fliegen. Warum die Aufregung? Die Antwort kommt reflexartig. Ich wusste nicht, was auf mich zu kommen würde. Genau deshalb starte ich meine Beitragsreihe zu der KULINARISCHEN REISE SARDINIEN mit den Vorbereitungen und der Anreise. 

Lange dachte ich bei #stayathome, dass ich dieses Jahr nicht auf meine Herzens-Insel Sardinien kommen würde. Wer mich kennt weiß, dass ich am liebsten immer auf der italienischen Insel mit karibischem Flair leben würde. In den Medien verfolgte ich genau, wie der Verlauf der Pandemie auf Sardinien verlief, blieb mit Freunden dort im Austausch und ich gebe zu, die ein oder andere Träne lief bei all den Meldungen aus Italien. 

Dann war es so weit. Man durfte wieder auf Sardegna einreisen. Freude und Überlegungen hinsichtlich Gefahren wechselten sich gedanklich ab. Nach all den zurückliegenden Monaten heißt es Vertrauen in punkto #reisen aufzubauen. Ich entschied mich für den Flug. 

Zwei Tage vor Abflug meldete ich mich über die Internetseite von Sardegna an. Hat man die Registrierung abgeschlossen kommt eine Bearbeitungs-Bestätigung von der ich mir einen Screenshot machte und ausgedruckt zu den Unterlagen nahm. Ich wusste nicht, ob ich die lange Nummer als Beleg am Zielflughafen brauchte. Übrigens, für die Fähre kam noch zusätzlich eine Mailbestätigung. Ein Teil der Familie flog, der andere reiste mit dem Auto an. Für den Flug erreichte mich keine Mail. 

Welche Maske? Wir entschieden uns für den Flug und die Fähre für die FFP 2 Masken, da man sich auch selbst schützt. 

Ab Betreten des Flughafens setzte ich die Maske auf und wollte sie bis Ankunft in Olbia nicht einmal absetzen. Ob mir das gelingt, lassen Sie sich überraschen. Noch einmal tief Luft holen, Maske auf und es lagen 5 1/2 Stunden Anreise vor mir. Glücksgefühle und Aufregung lösten sich unentwegt ab. Ja, ich hatte Flugzeuge im Bauch!

Der Check-in lief zügig. Auffallend wenig Menschen waren am Flughafen in München unterwegs und das machte das Halten des Abstands einfach. Etwas ungewohnt, um nicht unheimlich zu sagen war es schon, denn in all den Jahren in denen ich fliege waren noch nie so wenig Menschen hier, die Läden und Restaurants geschlossen, liefen alle mit Maske und teilweise Handschuhen herum und hielten Anstand. Ich hatte mich dafür entschieden kein Gepäck aufzugeben, reiste also mit Handgepäck. 

Es bewegt, was sich alles verändert hat! Am Anfang von #stayathome habe ich oft Nachrichten gelesen und gesehen. Mit der Zeit entschied ich mich für einmal am Tag. Mir war klar, dass wir jetzt lernen müssen mit all dem Neuen #achtsam, #sorgsam und #verantwortungsvoll umzugehen, um verschiedene Dinge, die wir früher für selbstverständlich hielten, ich meine die #gesundheit und #freiheit, zu erhalten.

Boarding! Gut koordinierte durfte in Etappen eingestiegen werden. Es verlief von allen Seiten aus ruhig, verständnisvoll und das Boardpersonal begrüßte herzlich. Beim Betreten des Fliegers bekam jeder ein Hygienetuch und der Abstand hinsichtlich der Sitzplätze ergab sich durch leere Plätze zwischen den Gästen. Ich saß allein in einer Zweier-Reihe. Der Abflug verlief pünktlich und meine Aufregung legte sich kurzzeitig. Jeder musste ein Formular für die kontrollierende Polizei in Mailand ausfüllen. Und da war sie wieder, die Aufregung. Ich hatte meinen eigenen Kugelschreiber dabei, das Formular war schnell ausgefüllt und wir befanden uns schon wieder auf dem Landeanflug. Halt, fast hätte ich es vergessen. Jeder Gast bekam eine kleine Wasserflasche. Da ich die Maske nicht abnehmen wollte habe ich nichts getrunken. 



Mailand von oben macht Lust auf eine kulinarische Städereise! Versprochen, die werde ich nachholen! Jetzt geht es erst einmal direkt weiter nach Sardinien. 


Beim Landeanflug auf Mailand war ich vom vielen Grün begeistert. Ich erinnerte mich, dass ich 2020 einige Tage in Mailand zur kulinarischen Städtereise eingeplant hatte. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dieses Mal hieß es in Mailand, den Anschlussflug nach Olbia, meinem Zielflughafen auf Sardinien, in kürzester Zeit zu erwischen. Ich hatte 30 Minuten Zeit und ich verrate schon jetzt, die Aufregung stieg und ich musste mich zeitlich ranhalten. Den kurzen Aufenthalt hatte ich bewusst gewählt, denn ich wollte die Maske auf lassen und nicht viel Zeit beim Zwischenstopp verbringen. Zu der Zeit, bei der ich geflogen bin, gab es noch keinen Direktflug von München nach Olbia. 

Beim Verlassen des Fliegers in Mailand begrüßte bereits ein Polizist und der fragte jeden, wo er her kam. Ich erklärte, dass ich aus München komme und den Anschlussflug nach Olbia bekommen müsse. Ich durfte ohne Dokumenten-Check weiter. Am Flughafen waren alle sehr hilfsbereit und auffallend war, das viele Italiener Handschuhe zu dem Mundschutz trugen. Abstand wurde fast überall gut gehalten, was sicherlich auch dem Einsatz des Sicherheitspersonals zu verdanken war. Das Umsteigen in Mailand gestaltete sich also kurz, organisiert und sportlich. Hinsichtlich der Hygiene empfand ich das gut organisiert. Übrigens, die Maske saß fest auf Mund und Nase, es wurde wärmer und wärmer darunter und hinter den Ohren fing der Gummizug an weh zu tun. Egal, ich hatte mein Ziel vor Augen: #sommer, #sonne, sand, #meer & #herzensheimat.

Der 2. Flug verlief ebenfalls gut organisiert. Alle Gäste hatten viel Abstand an Board, es gab nichts zum Trinken und was ich bei diesem Flug noch besser als beim ersten empfand, das war das organisierte Aussteigen. Über das Mikrofon erklärte man uns, welche Reihen wann aussteigen durften und so konnte man beim Aussteigen stets den Abstand einhalten.

Wie schon verraten, ich hatte nur Handgepäck, so konnte ich gleich raus. Halt, ich kam noch an einem Polizisten, der mich freundlich weiter winkte vorbei. In der Ankunfshalle standen nur wenig Menschen, mein Weg führte mich raus auf den Parkplatz, wo mich der Teil der Familie, der mit dem Auto angereist war, bereits erwartete. 

Ab ins Auto, Fenster auf und... ja, jetzt setzte ich zum ersten Mal die Maske ab, die ich dann entsorgte. Ich war da, auf der Insel, die ich so sehr liebe. Tränen des Glücks und der Erleichterung liefen. 

Wie die Anreise mit der Fähre war, das verrate ich zu einem anderen Zeitpunkt. Jetzt wird eingekauft und die Strände im Nord-Osten der Insel rufen. 



 WEITERE BEITRÄGE ZU SARDINIEN 

Darf ich vorstellen, meine Herzensheimat SARDINIEN

Strandfeeling pur! Einige der schönsten Strände im Nord-Osten von Sardinen.