Werbung I Rezension I Claudio Del Principe & sein genialer KüchenRock.



Event & Buchpräsentation 

 al forno 

 KüchenRock à la Claudio Del Principe 




Claudio Del Principe, Erfolgsautor für Kochbücher, eröffnet das Dinner zu seinem neuen Werk "al forno". 


Claudio Del Principe, sein Name stimmt bereits kunstvoll ein. Sein Kochbuch "al forno", erschienen im at Verlag, gehört zu den Werken in der Küche, auf die man nicht mehr verzichten möchte, wenn man sie erst einmal in den Händen gehalten hat. Warum? Das werde ich Ihnen gern verraten. Es gibt Kochbücher, die präsentieren komplizierte Rezepte mit beeindruckenden Fotos, beim Nachkochen ist es leider oft schwierig zum gleichen Ergebnis zu kommen. Bei Claudios Kochbuch „al forno“, seinem fünften Werk, ist es anders. Hier kreiert, schreibt und fotografiert ein Profi aus Leidenschaft. Sein Buch überrascht mit jeder Menge unkomplizierten und sehr leckeren Gerichte aus dem Ofen. Wie praktisch! Ich liebe Gerichte aus dem Ofen, denn irgendwie überrascht man sich damit meist ein Stück weit selbst. Das Gericht wird zuerst vorbereitet, kommt in den Ofen und dann wird selbst der Koch vom Ergebnis überrascht. 



Danielle Fußstetter (KüchenRock) im Gespräch mit Michael Günther (Geschäftsführer at Verlag München).


Zum Kochbuch "al forno" war ich gerade zur Präsentation, im exklusiven Rahmen in München, im Restaurant un po‘ di tutto. Claudio Del Principe und Michael Günther, Geschäftsführer at Verlag München, hatten zu einem kulinarischen Abend voller Überraschungen eingeladen. In dem kleinen, charmanten italienischen Restaurant saßen wir einen Abend lang zusammen und genossen den italienischen Flair, einige Gerichte aus Claudios Buch und die Gespräche zu "al forno". Das Dinner wurde von der exzellenten Weinbegleitung perfekt abgerundet.


Kulinarischer Zauber




Zwischen diesem grandiosen KüchenRock und all den inspirierenden Gesprächen hatte ich Zeit mit Claudio ein exklusives Interview zu führen.



Ein Interview mit Claudio ist nicht einfach nur ein Gespräch. Er spricht mit Händen und Füßen, ist Entertainer und begeistert für das, was er tut. 


„Al Forno“ ist dein 5. Kochbuch. Wie bist du auf die Idee gekommen ein Buch dem Motto: „Alles aus dem Ofen“ zu widmen? 
Das ist dem Erfolg vom vorgängigen Buch „a casa“ zu verdanken. Ich hatte plötzlich Ideen für weitere fünf Bücher als mögliche Reihe im selben Format und Layout. Das sieht der Verlag ebenso und “al forno“ ist nun die erste Weiterführung von hoffentlich vielen weiteren sehr persönlichen Kochbüchern mit diesem italienisch-sinnlichen Ansatz.


 Jedes deiner Bücher ist im Grunde ein kreatives Werk von dir. Texte und Fotos und natürlich das Konzept sind von dir. Man könnte sagen, dein Hobby, das Kochen, ist zum Beruf geworden. Verrate KüchenRock den Weg von dir bis zu Buch fünf. 
Hobby ist in diesem Zusammenhang ein Reizwort für mich. Kochen ist für mich keine Freizeitbeschäftigung. Kochen ist Kultur und Identität. Das hat viel mit meinen italienischen Wurzeln zu tun. Italiener reden ja non-stop übers Kochen und Essen! Wer sich selbst und andere liebt, der kocht selbst. Aufrichtig und gut, für sich und noch lieber für andere. Und zwar jeden Tag, mit den bestmöglichen Zutaten und so liebevoll und sorgfältig wie möglich. 

Das ist schön zu lesen. Du weißt, ich bin der Meinung KOCHEN MACHT GLÜCKLICH! Ja, es sollte nicht als Hobby gesehen werden. 


 Dein Blog „Anonyme Köche“ ist genial. Kompliment. Der Titel ist klasse und das was du machst ist wirklich stets vom Mehrwert KOCHEN ZUM NACHMACHEN geprägt. Wie würdest du deinen Blog beschreiben?  
Das müsste man meine Leserinnen und Leser fragen! Es ist immer wieder beeindruckend, welche Rückmeldungen ich bekomme. Die meisten sagen: „Du sprichst mir aus der Seele“. Anscheinend treffe ich mit meiner Haltung, meinen Ansichten und Rezepten den Nerv bei vielen, denen ehrliches Essen wichtig ist.

Ehrliches Essen, das auch gelingt. Ich habe bereits einige Rezepte ausprobiert und jedes ist einfach zuzubereiten und war köstlich. 


 Was war die größte Herausforderung für dich in Bezug auf das Buch?  
Alles unter einen Hut zu bekommen. Meine Bücher entstehen in meiner privaten Küche. Ich koche für die Familie, richte einen Teller an, fotografiere ihn und esse dann mit. Abends schreibe ich die Geschichte und das Rezept dazu. Es gibt Wochen, da reicht die Zeit nicht für einen einzigen Teller der es ins Buch schafft, und die Woche darauf entstehen dann vielleicht gleich 10 Gerichte fürs Buch. Alles ohne Studio, Foodstylist oder Fotograf.

Was ich in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen finde ist, dass das Essen ECHT ist und stets gegessen wird. 


 Ich bin von deiner Rüeblitorte fasziniert. Du hast eine alte Tradition neu interpretiert. Wie bist du auf die Idee gekommen?  
Sie war lange meine Lieblingstorte und auf der Geburtstagstortenwunschliste die Nummer eins. Aber als Erwachsener konnte ich mich immer weniger damit identifizieren. Dieser pappige weiße Zuckerguss und die industriell gefertigten Marzipankarotten, das geht für mich nicht mehr. Es wurde also Zeit, dass sich meine Rüeblitorte emanzipierte und an geschmacklicher Reife und Tiefe zulegte. Ich hab ihr für die besondere Textur einen Japonais-Boden spendiert. Die Karotten für den Teig werden im Ofen geröstet, so werden sie süss und bekommen ein intensives Aroma. Mit der Zeit hat sich die Torte, die ja zum kulinarischen Erbe der Schweiz zählt, verfremdet. Plötzlich waren da Mandeln statt Haselnüsse drin. Ausserdem finde ich Zimt und Nelken unpassend. Ich kombiniere lieber Kardamom zu den Karotten. Und schließlich gibt es diese unglaublich leckere Karottencreme, die als kecke Tupfen aufgespritz wird. Die sehen wie junge Karotten aus, die aus dem Beet schauen. Und ich dachte mir, jetzt fehlt nur noch das Karottenkraut. Und schwupps fand ich Dillkresse als geschmackliche und optischen Krönung!

Diese Torte wünsche ich mir von dir zum Geburtstag. Bitte nicht vergessen!


 Gibt es drei Lieblingsrezepte in deinem Buch?  
Die „Radikale Rüeblitorte“ gehört ganz klar zu den Lieblingen. Zu den weiteren drei zähle ich die "Porchetta". Dieser italienische Schweinebraten in seiner kleinen, kompakten Form ist der Kracher. Dann die „Krasse Krakenpastete“.  So was sieht man bestimmt nicht jeden Tag! Und dann vielleicht noch das 12 Stunden lang, sanft geschmorte "Federstück vom Rind". Der vermutlich zarteste Braten, den ich je zubereitet habe.


 Du bist verheiratet. Kocht deine Frau auch?  
Ja, wir kochen beide sehr gern und abwechselnd. Manchmal nebeneinander (das geht nach vielen Jahren tatsächlich immer besser!). Manchmal nacheinander, das ist natürlich besonders toll, weil man sich gegenseitig entlasten kann und unsere Söhne immer was Selbstgekochtes bekommen.


 Kochen ist für dich auch Entspannung. Warum? 
Kochen erfüllt meine Zeit mit Schönheit. Ich liebe jeden noch so kleinen Arbeitsschritt. Ich könnte nie eine Zwiebel hacken. Sie muss sorgfältig geschält werden und dann mit einem sehr scharfen Messer in akkurate Würfel geschnitten werden. Viele Küchenarbeiten empfinde ich als meditativ. Ich finde, man kann dabei total gut den Alltag abstreifen, die Welt um sich herum ein wenig vergessen und Energie tanken.


 Zu deinen Rezepten hast du stets etwas zu erzählen. Man hat das Gefühl mit dir in der Küche zu stehen, zu ratschen und zu kochen. Welche Geschichte im Buch ist rückblickend die lustigste gewesen?  
Ganz klar dieser unglaubliche Traum, in dem ich mit mir selbst gesprochen habe und im Schlaf das Rezept für „Erde aus Steinpilzen“ ausgetüftelt habe. Dass ich mich am Morgen danach tatsächlich daran erinnern konnte und das Rezept wirklich funktioniert hat, fasziniert mich enorm.


 Wie sehen deine Pläne für das nächste Buch aus? 
Ich stelle gerade die möglichen Rezepte zusammen und recherchiere dazu. Ich mache mir jede Menge Notizen, was ich erzählen möchte, mache Skizzen, wie ich was fotografieren könnte und welche Untergründe und Teller dazu passen. Und dann geht es Woche für Woche ans Umsetzen, immer eingebettet in meinen beruflichen und familiären Alltag. Dafür nehme ich mir bis Mai die Zeit. Und im Herbst 2019 begeistert das neue Werk dann hoffentlich wieder viele Kochverrückte.



Zu jedem Rezept gibt es eine private Geschichte von Claudio. So unterhaltsam wie der Abend ist auch sein Buch "al forno".


Danke! Danke! Danke! 

Danke, lieber Claudio, für dein wunderbares Werk, das jetzt mindestens einmal in der Woche bei mir im Einsatz ist. Ich habe tatsächlich schon zwei Gerichte gefunden, die mir besonders schmecken. Die "Kürbisgnocchi" sind aromatisch und passen jetzt im Herbst perfekt zur Jahreszeit. Und dein Gericht "Pollo alla romana" trifft meinen Geschmack! 

Danke, liebe Gina Ahrend und lieber Michael Günther, für diesen hervorragend organisierten und exklusiven Event. Das Restaurant un po‘ di tutto stand für den perfekten Rahmen zur Buchpräsentation. Hier lebt der italienische Spirit.


 TIPP ZU WEIHNACHTEN  
Das Kochbuch „al forno“ kann ich unbedingt als Weihnachtsgeschenk empfehlen, denn es wird das ganze Jahr über für kulinarische Highlights sorgen. Die Rezepte sind nicht kompliziert in der Zubereitung! Ich habe bereits eine Ausgabe besorgt und weiß schon, wen ich damit überraschen werde.