Küche & Kochen – spannend, was die Küche über dich verrät.


 Küchenpsychologie 


 Zukunft Küche & Kochen: Was die Küche über dich verrät  



Danielle Fußstetter ist nicht nur in ihrer Küche, sondern auch in vielen anderen Küchen, im Rahmen von KüchenRock anzutreffen. Zur bunten Küchenwelt hat sie interessante Beobachtungen gemacht. 

 

Ich liebe es Menschen in ihrer Küche zu besuchen und zu sehen, wie sie dort leben und kochen. Natürlich bin ich ein großer Fan von Home-Stories. Wie jemand wohnt, seine Küche aussieht und was er wie kocht, sagt viel über ihn aus. Hier einige Gedanken und Beobachtungen zur Küchenpsychologie.

Es gibt eine Küchenpsychologie? JA! Jeder Mensch hat seinen Charakter und im Lauf der Zeit findet jeder seinen eigenen Stil. Bei vielen nehmen die Themen Küche & Kochen einen stetig wachsenden Stellenwert ein. Ob Single, Paare oder die Familie – die meisten legen Wert auf ihre "persönliche Wohlfühl-Küche". Ich schreibe bewusst "persönliche Wohlfühl-Küche", denn jede Küche trägt ihre eigene Handschrift. Der Kommunikation-Raum Nummer eins ist deshalb nicht selten mit dem Ess- und Wohnzimmer offen verbunden. Die Zeiten, in denen die Hausfrau allein und ungesehen in der Küche arbeitete und dann servierte sind veraltet. In der Küche lebt man, kommuniziert und kocht oftmals gemeinsam. So ist klar, dass sich die Küchenindustrie immer mehr mit den unterschiedlichen Charakteren, deren Erwartungshaltung an ihre "persönliche" Küche wächst und sich die Gewohnheiten und Ansprüche im Wandel befinden, auseinandersetzt.

Während die Großfamilie oftmals die moderne, praktische und natürlich robuste Küche bevorzugt, die aber trotzdem für ein harmonisches Gesamtbild sorgt, bevorzugt der moderne Single meist die Hochglanz-Designer-Küche, die sich elegant präsentiert. Modernen Paaren ist das funktionale Design mit Loftcharakter, der den gelebten, multikulturellen Lifestyle unterstreicht, wichtig. Leben mehrere Generationen unter einem Dach, finden sich Mischformen hinsichtlich des Designs wieder. 

Sie merken schon, jeder hat seinen Stil, der für ein individuelles Lebensgefühl sorgt und steht. Eines haben die Küchen, in denen ich in letzter Zeit unterwegs bin oftmals gemeinsam, Themen wie: Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und der eigene Anbau werden sowohl in kleinen, wie auch großen Wohneinheiten umgesetzt.

"Anbau" gehört heute zum guten Ton. Auf dem Fensterbrett findet sich in der romantischen Landhausküche eine Sammlung unterschiedlichster Töpfe mit jeder Menge Kräutern und Gemüsepflanzen. In der modernen Küche ist der kleine Kräutergarten bereits stylisch in einem funktionalen Hängeregal positioniert und der Künstler brilliert mit einer grünen Wand, die einem Kunstwerk gleicht. Großes Kompliment an dieser Stelle an die Küchenindustrie, die uns, wenn Sie unsere individuelle Persönlichkeit erkannt hat, mit kreativen und individuellen Küchenprogrammen überrascht.
 

Genuss führt Regie


Vergleiche ich die Küche meiner Oma mit den Küchen von heute, dann hat sich im Design und technisch eine Menge verändert. Vintage sorgt für ein entspanntes, oft ursprüngliches Lebensgefühl und punktet im Bereich der Küche mit versteckt moderner Technik. Bei Gerichten, Broten, Marmelade & Co. ist ein, wie ich finde, erfreulicher Trend hinsichtlich der "Home-Manufaktur" in beinahe jeder Küche zu beobachten. Zu Hause nimmt man sich wieder Zeit zu kochen und zu geniessen. Die Bodenständige, authentische Küche, mit regionalen Einflüssen ist gefragt. Die Anforderungen an das Küchendesign sind hoch, denn verschiedene Zielgruppen sind zu berücksichtigen. 

Die moderne Küche wird neu definiert. Wer eine neue Küche ordert, legt oftmals nicht nur Wert auf Faktoren wie Zeitersparnis, Hightech und eine Küchentechnik die die Arbeit "abnimmt". Nein, die Küche von heute sollte Lust auf Kochen machen und für ein positives Lebensgefühl sorgen. Die Industrie greift diese Impulse auf und schafft es oftmals den Kommunikationsraum Nummer eins in Familien, der WG und Arbeitswelt so zu konzipieren, dass der Trend, traditionell zu kochen, unterstützt von der Hightech-Küche die nicht Regie führt, gekonnt umgesetzt wird. Erst beim letzten Kochkurs berichteten mir verschiedene Gäste, dass sie beim Kochen lieber selbst Hand anlegen. Die Anforderungen an eine zeitgemäße Küche sind also gestiegen, denn die digitale Technologie wird als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt und das analoge Leben in der Küche wird in der schnelllebigen Zeit als wohltuend empfunden. wie bekommt man beides unter einen Hut? 

Das Verhaltensmuster „SCHNELL, SCHNELL!“ und „Es ist doch egal was wir essen, Hauptsache satt!“, rückt zunehmend in den Hintergrund. GOTT SEI DANK! Stattdessen wächst das Bewusstsein des Werts zu kochen, gesunde Ernährung und regionale Produkte zu verwenden und Qualität statt Quantität zu leben.

Einfach nicht mehr mitmachen! Die Anforderungen im Alltag sind nicht nur durch die Aufgaben, sondern gerade durch die technischen Arbeitswelten und die allgegenwärtige Medienwelt gewachsen. Wir funktionieren in der funktionalen Welt. Ist man sich dessen bewusst, hat man in der Freizeit meist keine Lust darauf zu funktionieren. Viele beklagen sich aus dem Hamsterrad nicht mehr raus zu kommen, stets weniger Freude bei der Arbeit zu haben und eben nur noch zu funktionieren. Es gibt nur eine Lösung: NICHT MITMACHEN! Leicht gesagt und geschrieben, etwas schwieriger umzusetzen. Ist der erste Schritt getan und merkt man, wie gut einem dieser tut, kommt alles in den Fluss. Trends, Entwicklungen und Bewegungen entstehen und die Industrie greift sie auf, picken wir uns das heraus, was uns, unserem Partner, unserer Familie und den Freunden gut tut.

Oft wurde mir berichtet... Etwas in Ruhe, auf traditionelle Weise zuzubereiten schafft einen Freiraum für Genuss. Genuss in Bezug auf die Produkte, die verschiedenen Zubereitungsschritte, die Entspannung bei der Zubereitung und nicht zuletzt den Genuss, das Ergebnis allein, mit der Familie oder der Freundin zu erleben. Die Anerkennung für das Ergebnis steht für einen willkommenen Kontrast zur schnellebigen, sachlichen und digitalen Welt, in der Zahlen zählen.

Seminare, Team-Coachings finden verstärkt in Küchen statt. Warum? Ganz einfach, die Küchen- & Koch-Psychologie zeigt ihre positive Wirkung. Die Beteiligten sind stolz auf das Werk, genießen zusammen und erfahren, dass viele Dinge zu zweit besser zu realisieren sind, man verlässt sich auf den anderen, ... die Reihe ist lang. 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Spagat zwischen Hightechküche und bodenständigem Kochen mit traditionellen Handfertigkeiten dem neu gelebten Küchentrend entspricht. Egal in welcher Küche ich bis jetzt war, in jeder war die "eigene Handschrift" spürbar und das Design unterschiedlich. Das – WAS STEHT WO & WIE – ist immer wieder spannend und für welche Farbwelten sich entschieden wurde. Die ersten Eindrücke über die Küche und die Art zu Kochen, die Einstellung zu dem, was man wie kocht, verrät oftmals mehr als 1000 Worte über einen Menschen. Ich denke, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss, seinen Stil finden sollte und dass es sich lohnt, für Genuss Zeit zu nehmen. Hätten Sie gedacht, dass die Küche und das Kochen mit so viel Psychologie verbunden ist? Im Grunde könnte man weiter und weiter schreiben, auf die verschiedenen Küchentypen, Verhaltensweisen und die Wahl der Gerichte eingehen. An dieser Stelle höre ich aber erst einmal auf zu schreiben und freue mich Ihnen schon bald die erste Küchenstory bewegt zu präsentieren. 



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