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Rezension Buch

 

 SAUERTEIG 

 Buchvorstellung: SAUERTEIG – Glück vermehrt sich in vier Tagen 



Vitus ist das neue Familien-Mitglied bei KüchenRock und er bringt uns GEDULD, RESPEKT und viele andere WERTE bei. Warum das so ist liest man in dem wunderbaren Werk „Sauerteig –  Glück vermehrt sich in vier Tagen“ von Autorin Martina Goernemann.


Wie ich mich gerade hinsetze um über das Buch von Martina Goernemann – „Sauerteig –  Glück vermehrt sich in vier Tagen“ – zu schreiben, überlege ich, wo ich mit meiner Erzählung anfange. Lassen Sie mich einige Jahre zurückgehen. 

Martina kenne ich schon unglaublich lang. Nein, ich verrate nicht wie lange. Uns verbindet die Arbeit beim Fernsehen. Dann haben wir uns für einige Jahre aus den Augen verloren und nun wieder gefunden. Kennt ihr das, wenn man jemanden sehr lange nicht gesehen hat, trifft, spricht und nach dem ersten Satz des Wiedersehens das Gefühl hat, die vielen Jahre der Stille hat es nicht gegeben? Es besteht Vertrautheit. Ja, so ist das mit Martina und mir. Sie erzählte mir direkt von ihrem Buch „Sauerteig“ und ich muss gestehen, schon bei ihrer Erzählung war ich so neugierig und gespannt auf das Werk, dass ich den Start kaum erwarten konnte. Endlich! Es klingelte und der Postbote brachte das lang ersehnte Buch.



Ausgepackt und gemütlich aufs Sofa, kurz durchgeblättert und dann stand fest, der Nachmittag findet mit einem herrlichen Pfefferminztee, den ich mir übrigens immer mit frischen Pfefferminzblättern zubereite, auf dem Sofa statt. Ich liebe Erlebnisbücher und das von Martin gehört zu diesen Erlebnisbüchern mit Mehrwert. Seite für Seite ist spürbar, mit welcher Liebe zum Detail und persönlicher Überzeugung sie uns alle auf eine Reise mit einem, ich möchte sagen, speziellen Freund im Glas einlädt.

Es ist kein Kochbuch! Vielleicht macht es das Buch an dieser Stelle dadurch auch zu einem Erlebnisbuch. Ich erfahre, wie der erste Sauerteig angesetzt wird und wie welche Person die vorgestellt wird, ihr persönliches Brot mit Sauerteig bäckt. Im Vordergrund jedoch steht die Philosophie und der Beweggrund warum wer auf den Sauerteig gekommen ist. 

Schnell ist klar, dass der Sauerteig eine Art Familienmitglied zu sein scheint. Gelingt es einem ihn gut in der Familie zu integrieren, so hat man einige wunderbare und gemeinsame Jahre vor sich. Also als ich das gelesen habe, musste ich nicht nur schmunzeln sondern laut lachen. Das hatte ich bis jetzt noch nie gehört.

Der Sauerteig ist eigen! Er mag die Entschleunigung und hält den Besitzer wohl vom Multitasking ab. Der Sauerteig als Yoga-Lehrer – ich finde das super.  Zu lustig! Diese Thematik passt irgendwie zu KüchenRock. Vielleicht habt ihr den Beitrag „Achtsamkeit à la Küchen Rock“ oder „Digitales Fasten à la KüchenRock“ gelesen. Ich bleibe beim Thema! Zurück zum Sauerteig und seinem Spirit. Eile mag er nicht, denn er braucht seine Zeit um sich zu entwickeln. Ruhe mag er, denn er steht immer wieder von Zeit zu Zeit um sich zu entwickeln. Ja, Entwicklung bedarf Zeit und Geduld und wer mit einem Sauerteig leben möchte den „erzieht“ der Teig. Nicht Multitasking sondern Mono-Tasking, keine Eile sondern Ruhe, keine Ablenkung sondern die Konzentration auf das was man tut. Dieses Wissen habe ich also bereits auf den ersten Seiten des Buchs genossen und ganz ehrlich, das hat bei mir für Lust auf mehr gesorgt.

Martina, wie recht du hast! Auf Seite 8 komme ich aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Die meisten von uns laufen in einem Rad in dem sie kaum hinterher kommen und suchen nach Möglichkeiten zur Entschleunigung. Oftmals wird dann genau hierfür z.B. ein Kurs belegt und ehe man sich versieht hat man im Wochenplan den nächsten Programmpunkt. Der ein oder andere weiß, dass für mich zur Entschleunigung das Kochen – nein, bereits die Vorbereitung – zählt. Das Buch – „Sauerteig, Glück vermehrt sich in vier Tagen!“ – passt somit perfekt zur Philosophie à la Küchenrock. Wie ich auf Seite 11 angekommen bin ist die   Neugier groß und ich stelle mir die Frage, ob es wirklich so schwer ist einen Sauerteig erfolgreich an den Start zu bringen. Natürlich habe ich das Buch zur Seite gelegt und bin in die Küche gegangen und… Klar, ich mische den Starter, der am ersten Tag 24 Stunden ruhen soll. „Das schaffe ich locker!“, dachte ich.





Dank sei Martina! Wie gut, dass ich einige Tage später Martina in der Stadt in München getroffen habe und von ihr „Vitus", meinen persönlichen Sauerteig-Starter, geschenkt bekommen habe. Seitdem freuen wir uns in Zuhause über ein neues Familienmitglied. Es wird gefüttert, wir gehen auf seine Befindlichkeiten in Sachen Temperatur ein und ich backe. Noch ist die Kunst Vitus zum gelungenen Frühstücksbrot zu aktivieren ausbaufähig. Wir zwei machen allerdings Fortschritte. Das erste Brot sah etwas dünn aus. Das nächste ging schon besser auf.

Das Buch lädt mich weiter – Geschichte für Geschichte – zum Mitreisen und zur Entschleunigung ein. Gern wäre ich bei der Backaktion mit Delia Westwing, ihrer Schwester und Mutter dabei gewesen. Dieser Zusammenhalt der Generationen imponiert mir. Sie leben authentisch und bestimmt macht sie das auch so sympathisch und erfolgreich. Die Klosterschwester Amanda strahlt schon auf den Fotos solch eine Ruhe aus, dass ich tatsächlich überlege einmal in ihr Kloster zu fahren. Die Reihe könnte ich noch lange fortsetzen. Beim Lesen wird klar, dass es die kleinen Dinge sind, die das Leben wertvoll machen. Sauerteig ist wirklich klug – er sorgt für Werte, Ruhe, Kraft und gesunde Nahrung.






Bei meinem Treffen mit Martina gab es auch Zeit für ein kurzes Interview. 

Martina Goernemann mit Brot aus Sauerteig I Foto: Barbara Simon


 Lieblingsbrot?  

Ich esse am liebsten dunkles Brot, Vollkornbrot. Wichtig ist mir, dass es ein Brot ohne große Löcher ist. Brote mit Löchern mag ich nicht, da ich lieber Brot esse als Löcher.

 Lieblingsgetränk? 

Kaffee! Den trinke ich gern amerikanisch, also dünn. Im Sommer gern auch mit Eiswürfeln. 

 Was liest du selbst besonders gern? 

Das ist eine schwere Frage. Ich lese gern Biografien und über zeitgenössische amerikanische Autoren. Mein Hero ist George Irving.

 Mit welchem Autor würdest du gern zum Dinner gehen? 

Wenn ich mir ein Dinner mit einem Autor wünschen dürfte, dann würde ich mir das mit George Irving wünschen. 

Du hast noch einen Wunsch frei! Mit wem würdest du gern Brot backen?

Mit Barack Obama, das wäre phantastisch.

 Was bedeutet dir die Arbeit mit Sauerteig?  

Es ist tatsächlich wie ich es in meinem Buch schreibe. Ich habe gemerkt, wie mich der Sauerteig um den Finger gewickelt hat und mich durch sein Eigenleben erzieht, entschleunigt und erdet. Auch denUmgang mit Misserfolgen bringt er einem bei. Natürlich zeigt er einem wer auch bei einem Misserfolg zu einem steht.

 Bäckst du jede Woche? 

Das hängt davon ab wie viel ich zutun habe. Ich backe allerdings immer zwei Brote . Das zweite friere ich ein und somit habe ich länger etwas davon.

 Wie bist du auf die Idee gekommen ein Erlebnisbuch über Sauerteig zu schreiben?  

Ich bin ein echter Brot-Esser und habe schon immer dicke Brotscheiben geliebt.  Brote mit Sauerteig habe ich am besten vertragen. So beschäftigte ich mich mit dem Sauerteig. Bei meinen Recherchen war ich überrascht, dass sich wenig Leute mit dem Thema auskannten. So recherchierte ich und aus dem Thema wurde stets mehr – am Ende ein Erlebnisbuch.

Bei der Produktion zu diesem Buch war besonders auffallend, dass ich bei meinen Brot-Begegnungen stets auf Menschen getroffen bin, die nett und sympathisch waren. Wenn jemand ein gutes Brot zu schätzen weiß, steht er mit beiden Beinen am Boden, ist dankbar für kleine Dinge. 

Schöner könnte man ein Interview nicht beenden. Danke für deine Zeit und den Spirit deines Werks, liebe Martina!

Zum nächsten Buch von Martina Goernemann bewerbe ich mich als Küchenmaus und reise in ihrer Tasche mit. Wer alles mit Sauerteig bäckt und welche Geschichten dahinter stehen, Persönlichkeiten die interessante Dinge zu erzählen haben, das erfährt man in ihrem Buch „Sauerteig –  Glück vermehrt sich in vier Tagen“.